Schafgarbe und Mineralpulver stoppten meinen Dauerdurchfall

Erfolg_ApfelDie Kontrolle über ihren Darm entglitt Marion Thomas erstmals vor knapp 30 Jahren. Gleich für mehrere Tage verhinderten heftige Krämpfe und wässrige Durchfälle, dass die ehemalige Sozialversicherungs-fachangestellte aus Bochum ihre Wohnung auch nur für 100 Meter verlassen konnte. Mit Wärme und krampflindernden Medikamenten stabilisierte die heute 58-jährige den misslichen Zustand zumindest soweit, dass sie nach einer knappen Woche zum Arzt konnte – aber geholfen war ihr damit noch lange nicht.

Hausmittel „Der Arzt fand keine wirkliche Ursache. So schloß er auf einen ,überreizten Darm’“, erinnert sich Marion Thomas. „Er empfahl mir Weizenkleie und Joghurt, riet mir von blähenden Speise ab. Außerdem sollte ich Fette meiden, mich dafür eiweißreicher ernähren – wenn’s so einfach gewesen wäre!“

Chronisch Obwohl die verheiratete Frau fortan sehr genau auf ihre Ernährung achtete, klangen die Beschwerden nie mehr komplett ab. Dinge, die sie in einem Monat eigentlich gut vertrug, konnten im nächsten zu unangenehmen Völlegefühl, Bauchdruck und Schmerzen führen.

Diagnostik_Ultraschall KopieUnzufriedenheit „2005 spitzten sich die lästigen Beschwerden so zu, dass ich zu Hause tatsächlich auf der Erde herumkriechen musste“, schilderte sie einen Tiefpunkt. „Ich konnte mich nicht mehr aufrichten vor lauter Schmerzen. Mein Bauch war aufgebläht und hart wie Stein. Als ich endlich den Arzt aufsuchen konnte, nahm ich mir fest vor, mich diesmal nicht so einfach abspeisen zu lassen.“

Suche Es begann der übliche Diagnose-Marathon. Erst musste Marion Thomas zum Gynäkologen. Anschließend zur Darmspiegelung. An der Diagnose änderte sich nichts: ihr Darm wies keine erkennbare Veränderung auf. Typisches „Zeichen“ des so genannten „Reizdarm-Syndroms“.

Belastung „Alltägliche Dinge wurden für mich plötzlich zum Problem“, beschreibt die Frau die Belastung. „Eine harmlose Fahrt im Auto konnte zum Beispiel zum Drama werden, wenn man plötzlich im Stau steckte und kein Rastplatz mit einer Toilette in der Nähe war.“

Diagnostik_AbtastenAlternative Anfang diesen Jahres war es dann mal wieder besonders schlimm. Und Marion Thomas spielte ihr letztes As aus: sie meldete sich in der Abteilung Naturheilkunde der Klinik Blankenstein in Hattingen (nahe Essen) an. Das besondere: Die 60-Betten-Abteilung ist in einem Akutkrankenhaus integriert und behandelt vornehmlich chronisch- und langzeiterkrankte Patienten, die im ambulanten Bereich keine ausreichende Besserung erfahren haben.

Eva-Problem „Frauen sind tatsächlich deutlich häufiger von wiederkehrenden Bauch-Beschwerden betroffen“, weiß Oberarzt Stefan Fey (51) zu berichten. „Zu Störungen der Darmflora und Pilzinfekten gesellt sich in den letzten Jahren zunehmend das Problem des Reizdarms – allesamt Diagnosen, die schulmedizinisch ein Schattendasein führen.“

Patientin_Teknosal3Diffus Typisch für die drei fieberlosen Verdauungs-Beschwerden ist der Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung, Bauchschmerzen und Blähungen. Um individuell die richtige Therapie zu finden, wird in der Klinik Blankenstein auf die rationale Naturheilkunde gesetzt – das sind ganzheitliche Verfahren, die sich im Rahmen von Studie gut bewährt haben.

Soforthilfe „Als Akutmittel gegen den Durchfall bekam ich z.B. ultrafeines Teknosalpulver zur täglichen Einnahme verordnet“, erinnert sich die heutige Rentnerin. „In der ersten Woche nahm ich täglich drei mal zwei, inzwischen drei mal einen Messlöffel von dem weißen Puder.“

Hintergrund Eine Untersuchung an der Klinik hatte erst vor kurzem ergeben, dass das Entero-Teknosal Blähungen, Durchfall und Schmerzen deutlich vermindern kann. „Durch die spezielle Aufbereitung wird die Oberfläche des Siliciumdioxids extrem vergrößert. So können Giftstoffe im Darm aufgesaugt und gleichzeitig die Schleimhaut gepflegt werden,“ erläutert Oberarzt Dr. Fey.

Therapie_Bauchwickel3Wärme Die Wärmflasche bei Bauchschmerzen ist seit über hundert Jahren bewährtes Hausmittel. Diesen Effekt nutzt auch der Schafgarben-Wickel, den Marion Thomas auf Station regelmäßig bekam. Doch die Schafgarbe kann noch mehr: Sie gehört zu den ältesten „Gesundmacher“ der Welt, wirkt Appetit- und gallefördernd, mild abführend, blähungs- und entzündungshemmend. Äußerlich als Wickel wirkt die Scharfgarbe entkrampfend. Dazu werden 100 Gramm des Krauts bzw. 50 Gramm Blüten in einem Liter heißes Wasser zwanzig Minuten ziehen gelassen.

Selbsthilfe_ErnaehrungsberatungErnährungsberatung Im dritten Behandlungsschritt ging es bei Marion Thomas um die langfristige Ernährungsumstellung Dazu erhielt sie bei der Diplom-Oecotrophologin Tanja Pötschke (44) eine ausführliche Beratung, in der ihr einerseits die vollwertige, mediterrane Kost vorgestellt wurde. Andererseits wurden aber auch individuelle Punkte wie Vermeidung von Mangelzuständen, Mineralstoffversorgung und Nahrungsmittelunverträglichkeiten angesprochen.

Wirkung Der Effekt der Kombitherapie war erstaunlich. Dank des Teknosalpulvers verschwand der Durchfall innerhalb von einer Woche. „Vorher wurden auch die allgemeinen Beschwerden wie Blähungen besser“, strahlt sie. „Nach zwei Wochen kehrte in meinem Blubber-Bauch zum ersten Mal seit drei Jahrzehnten richtige Ruhe ein. Statt sechs oder siebenmal am Tag muss ich heute nur noch zwei- bis dreimal zur Toilette.“


Achtung Durchfall – Erste Hilfe

Therapie_Teknosal3Von Durchfall spricht man, wenn mehr als dreimal am Tag breiiger oder wässriger Stuhl auftritt. Normalerweise versucht der Körper dadurch möglichst schnell eingedrungene Keime, Erreger und Giftstoffe auszuscheiden. Doch auch Darmerkrankungen, Medikamente, Lebensmittelallergie oder Stress können hinter den Symptomen stecken.

Erste Hilfe Wichtig ist die ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit. Bei leichten Durchfällen sollte die Ernährung auf leicht verdauliche Kost umgestellt werden. Ansonsten hilft der vorübergehende Verzicht auf feste Nahrung. Eine natürliche Möglichkeit, die Giftstoffe zu binden, ist Teknosal-Kieselsäurepulver (z.B. in Form von Kautabletten, Pulver oder Saft). Der Mineralstoff mit extrem großer Oberfläche wirkt gezielt im Darm, wird nicht vom Körper aufgenommen.

Zum Arzt. Leiden Kinder oder ältere Menschen an Durchfall, kann das schnell zum Notfall werden. Denn hier droht die Austrocknung des Körpers. Generell sollten Sie zum Arzt bei Blut im Stuhl, bei heftigen Schmerzen oder Krämpfen, wenn Sie nicht trinken können. Und wenn der Durchfall länger als zwei, drei Tage anhält.

Experte_DrStefanFeyDrei Fragen an Dr. Stefan Fey (51)

Gibt es eine spezielle Reizdarm-Diät?

Ein gesunder Darm verträgt viel – doch auf Dauer können fettes Fastfood, süße Säfte, Alkohol, Milch-, Frucht- oder Industrie-Zucker die mehr als tennisplatzgroße Oberfläche des Darms belasten. Achten Sie deshalb auf eine leicht verdauliche, vollwertige Kost mit fettarmen, mild gewürzten, nichtblähenden, reifen Produkten. Also: Halbfett-Milch, kalt gepresste Öle, mageres Fleisch, Fisch, abgelagertes Brot, Vollkornnudeln und Kartoffeln. Achtung: Vorsicht bei säurereichen Früchten und blähenden Zwiebeln, Lauch, Hülsenfrüchten.

Heilpflanze_SchafgarbeWelche Heilpflanzen können mir helfen?

Gerade bei Reizdarm und Pilzinfektionen hat sich die Stärkung des Immunsystems mit der „rationalen“ Phytotherapie bewährt. Dafür kommen traditionelle Heilpflanzen, wie Kümmel, zum Einsatz. Auch die Schafgarbe beruhigt den Darm, zeigt gute Wirkung bei akuten Durchfällen.

Was kann ich noch selber tun?

Unser täglicher Stress schlägt uns gleich doppelt auf den Bauch. Zum einen kauen wir schlechter – und große Nahrungsbrocken sind schwerer verdaulich. Zum anderen wird unter Dauerstress das vegetative Nervensystem belastet. Dies steuert u.a. die Verdauung. Deshalb schlägt seelische Belastung direkt auf den Darm. Ein gutes Gegenmittel ist regelmäßige Entspannung – z.B. per Autogenem Training.

Roentgenbild_Dickdarm KopieHintergrund Reizdarm

Eine aktuelle Umfrage zum Weltverdauungstag am 29. Mai brachte es an den Tag: Jeder Dritte hat ab und zu Probleme mit dem Bauch. Eines der häufigsten Beschwerdebilder: das so genannte „Reizdarmsyndrom“ (RDS). Gerade Frauen zwischen 20 und 40 leiden unter krampfartigen Bauchschmerzen, oft begleitet von Blähungen, Völlegefühl, Durchfall oder Verstopfung.

Das Problem: „Der Darm verfügt über ein eigenes ,Bauchgehirn‘, das sensibel auf unsere Seelenlage reagiert. Störungen quittiert die ,Biofabrik‘ schnell mit Schmerzen, Grummeln und Co“, so Dr. Fey.

Auslöser: Neben Stress und falschen Essgewohnheiten gibt es noch weitere, körperliche Ursachen für das Leiden. Neue Untersuchungen wiesen – ähnlich wie bei Migräne – eine angeborene Störung des „Serotonin“-Stoffwechsels nach. Der körpereigene Botenstoff beeinflusst Darmbewegung und Schmerzempfinden. Dazu kommt, dass Pilzbefall und Störungen der Darmflora ähnliche Beschwerden verursachen, bzw. die Symptome verstärken können.

Klinik_BlankensteinKlinikkontakt:

Klinik Blankenstein Klinik für Naturheilkunde
Klinikdirektor: Prof. Dr. med. André-Michael Beer
Im Vogelsang 5 – 11
45527 Hattingen
www.naturheilkunde-bochum.de
Tel.: 02324/396-485

Hinweis: bei der vorgestellten Patienten-Reportage handelt es sich um einen Einzelfall. Der individuelle Behandlungsbericht erhebt nicht Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Bitte beachten Sie, dass meine Artikel in keinem Fall den Besuch beim Arzt ersetzen. Dieser Blog dient allein der medizinjournalistischen Information.

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About André Berger

Geboren in Hamburg. 1986-1990 freier Reporter. 1991 Redakteur Heinrich Bauer Verlag. Seit 1992 freier Medizinreporter Meine Arzt- & Patienten-Reportagen (Text & Fotos) erscheinen regelmäßig in den großen, wöchentlichen Publikums- und Frauenzeitschriften des Burda-Verlags, der Funke-Gruppe und des Bauer Verlages