Ein Besuch beim Heilpraktiker ersparte mir die Stirnhöhlen-OP

erfolg_taschentuch2Einschränkung. Das Leben fühlte sich an, als würde Silke Herrmann (39, Name geändert) unter einer Art Glasglocke leben. Seit Monaten litt die Mathe- und Physiklehrerin unter lästigen Gesichtsschmerzen. „Mal saßen die brennenden, stechenden Beschwerden überm rechten Auge. Dann war die Kieferhöhle betroffen. Hin- und wieder brummte auch der ganze Schädel. Dazu dieses anhaltende Krankheitsgefühl, die verstopfte Nase und die Beeinträchtigung des Geruchsinns!“

Hilflos. Mit Schmerztabletten versuchte die Essenerin die unangenehmen Beschwerden in Griff zu bekommen. Doch kaum waren die Symptome wenig besser geworden, fing sich die Pädagogin gleich den nächsten Infekt ein: „Ein Schüler in der Klasse war fast immer erkältet – und ich war stets die, die wieder aufs Beschwerdekarussel musste.“

symptom_kopfdruck3Abwärtsspirale. Zeit zum Auskurieren bliebt Silke Herrmann nur selten. „Wegen dem bisschen Schnupfen wollte ich meinen Kollegen doch nicht zur Last fallen. Dabei ging es mir von Infekt zu Infekt schlechter. Ich schleppte mich mit Kopfdruck herum, obwohl die Erkältung eigentlich schon vorbei war. Hinter der Stirn hämmerte es, im Mund hing der Geschmack nach Metall.“

Antibiotika. Anfang 2016 überwiess der Hausarzt Silke an den Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde. Doch auch dessen Untersuchungen änderten nichts am Zustand der 39-Jährigen. „Die Röntgenschichtaufnahmen zeigten eine mäßige Schwellung der Schleimhaut im Bereich der rechten Stirn- und Kieferhöhle. Zur Belüftung der Nase bekam ich Nasenspray und Antibiotika verordnet – besser wurde es nicht.“

patientengespraech_sinusitis2Wechsel. Als Anfang Oktober erneut die Erkältungszeit begann, reichte es Silke Herrmann dann. Damals riet der HNO-Arzt ihr sogar zur Operation: Dazu sollte ein künstlicher Abluss für das Sekret aus der Stirnhöhle geschaffen werden. Doch die Lehrerin hatte Angst vor dem Eingriff, googelte im Internet verzweifelt nach einer Alternative. „Dabei stieß ich auf die Naturheilkundliche Praxis von Andreas Wolany.“

diagnostik_abtasten2Zweigleisig. Der gelernte Krankenpfleger ist nicht nur seit Jahren im Operationssaal einer HNO-Klinik tätig, sondern hat sich seit fast 25 Jahren als Heilpraktiker auch auf die Behandlung von akuten und chronischen Atemwegserkrankungen spezialisiert.

Volksmund. „Normalerweise bewältigt der Körper kleinere Infekte wie eine Erkältung selbst“, beruhigte Andreas Wolany seine Patientin. „Eine verlängerte Genesungszeit und häufige Rückfälle deuten auf eine generelle Schwäche des Immunsystem hin. Und genau hier kann die rationale Naturheilkunde gute Dienste leisten – so meine Erfahrung.“

therapie_verordnungTherapiemix. Hilfe zur Selbsthilfe ist das Konzept des Essener Heilpraktikers. Dazu bündelte Andreas Wolany gleich mehrere komplementär-medizinische Verfahren: vom therapeutischen Ultraschall über Phytotherapie bis hin zum Kinesio-Taping.

Heilpflanzen. „Erstes Ziel ist es, die ,eingekapselten’ Schnupfen-Erreger in der Stirnhöhle zu bekämpfen“, so der 54jährige Therapeut. „Dazu setzen wir auf eines der wenigen, zugelassenen Komplex-Homöopathika gegen Erkältungskrankheiten: den Urtinkturen-Mix Katimun.“

therapie_sonopherese2Spezialrezeptur. Das Besondere ist die einzigartige Zusammensetzung. Katimun enthält die phytotherapeutisch wirksamen Urtinkturen von Sturmhut („Aconitum“), Zaunrübe („Bryonia“), Wasserdost („Eupatorium“), Gelben Jasmin („Gelsemium“) und Ampfer („Rumex“). Allesamt Heilpflanzen, die auf die oberen Atemwege wirken und traditionell bei Bronchialkatarrh, Schnupfen, Hals- sowie Gliederschmerzen helfen.

therapie_sonopheresegeraetTurbo. Um die Wirkung zu erhöhen, wird das Komplexmittel per therapeutischen Ultraschall in die Haut oberhalb der betroffenen Stirnhöhlen „eingearbeitet“. „Sonophorese heißt dieses Verfahren“, erklärt Wolany. „Durch die Schallwellen im Bereich von ein bis drei Megahertz wird zusätzlich die Durchblutung verbessert, das Gewebe gelockert und der Stoffwechsel beschleunigt.“

selbsthilfe_globuli3Selbsthilfe. Zur besseren Ruhe in der Nacht verordnete der Heilpraktiker „Katimun“ auch zur Selbstbehandlung: 5 mal 5 Globuli täglich bis zur ersten Besserung der Beschwerden. Danach 3 mal 5 der Zuckerstreukügelchen bis zu vollständigen Genesung.

Spülung. Außerdem empfahl der Heilpraktiker den Einsatz einer Nasendusche. „Die Anwendung ist ein bisschen Übungssache“, erklärte er ihr. „Aber auch sehr wohltuend: Der Fluss des körperwarmen Wassers, dem ein wenig Salz zugesetzt wurde löst Schleim und Rückstände, wirkt antientzündlich, pflegt die Schleimhaut.“

therapie_kinesiotaping2Taping. Als weiter Behandlung kam dann das Kinesio-Taping zum Einsatz. Wolany: „Nicht nur Profifußballer sieht man immer öfter mit den bunten Pflasterstreifen an Oberschenkel, Knie, Rücken oder Wade. Kinesio Tapes sind längst Alltag in vielen alternativmedizinischen Praxen“

Fernöstlich. Das Taping wurde in den Siebzigerjahren des 20sten Jahrhunderts von dem japanischen Arzt und Chiropraktiker Dr. Kenzo Kase entwickelt. Er suchte nach einem Weg, Schmerzen auf natürliche Weise zu lindern.

selbsthilfe_frischeluft6Antientzündlich. „Das auf die Haut aufgeklebte Tape massiert tieferliegende Gewebeschichten, beeinflusst Schmerzsensoren, stimuliert den Blut- und Lymphfluss – und hat so eine entzündungs- und schmerzlindernde Wirkung bei Sinutiden“, so der Heilpraktiker. „Ergänzt wird die Therapie durch hochdosierte Vitamin C-Infusionen.“

Erfolg. „Bereits in der ersten Woche spürte ich, wie der Druck oberhalb der Augen und der dumpfe Schmerz nachließen“, strahlt Silke Herrmann. „Der Schnupfen verflüssigte sich und die Kopfschmerzen ließen nach. Nach Abklingen wurde die Therapie noch zwei Wochen fortgesetzt – bis ich mich im Mai zum ersten Mal seit Jahren wieder richtig gesund fühlte. Jetzt kann der Winter gerne kommen. Und an meinem Beruf und an meiner Klasse habe ich endlich wieder richtig Freude!“

 

experte_sonopheresegeraet3Fünf Fragen an Heilpraktiker Andreas Wolany (54) aus Essen

Wie schütze ich mich vor einer Sinusitis? Je früher Sie bei einem beginnenden Schnupfen gegensteuern, um so besser: Halten Sie sich viel an frischer Luft auf und gehen Sie regelmäßig spazieren. Das hält die Schleimhäute fit. Achten Sie darauf, dass Sie drei Liter Wasser, Tee oder verdünnte Fruchtsäfte am Tag trinken, um Schleim zu verflüssigen. Schlaf ist bei jeder Erkältung des beste Weg, wieder gesund zu werden. Heben Sie das Kopfende Ihres Bettes an, damit der Schleim   besser abfließen kann.

selbsthilfe_nasendusche3Wie benutze ich die Nasendusche richtig? Zur Vorbeugung und bei akuten Beschwerden ist die Nasenspülung mit einer Kochsalzlösung (2 g Salz auf 200 ml) sehr hilfreich. In der Apotheke gibt es als Hilfsmittel eine Nasendusche. Außerdem gibt es dort auch extra zubereitete Salzlösungen. Die Anwendung erfolgt drei bis viermal täglich.

Was kann ich noch tun? Dampf-Inhalationsbäder mit Kamille- oder Salbeiextrakten beschleunigen das Abschwellen der Nase. Vorsicht allerdings bei Allergien. Frische, geriebene Meerrettichwurzel wirkt sowohl heilend, als auch vorbeugend.

Grafik_NasenhoehlenApropos Meerrettich – kann ich auch durch Ernährung etwas tun? Ja, klar. Eine Vitamin-C-reiche Ernährung mit viel Obst wirkt gezielt auf die Schleimhaut und aktiviert die Abwehrkräfte. Zink (z.B. in Naturreis) stärkt die Barrierefunktion. Heiße Hühnersuppe wirkt heilend und fördert den Abfluss des Sekrets aus den Nebenhöhlen.

Ab wann sollte ich nicht mehr alleine herumdoktern? Eine schwere, akut-eitrige Sinusitis gehört immer zum Arzt. Bleiben leichtere Beschwerden länger als acht Wochen oder leiden Sie vier- bis fünfmal pro Jahr an einer Sinusitis, so ist das Leiden chronisch. Von allein ist das Immunsystem kaum in der Lage, die Krankheit zu besiegen. Hier hilft zum Glück oft die klassische Naturheilkunde.

 Homöopathie – Komplex zur Selbstbehandlung

homoeopathie_globuli3Homöopathie wird in Deutschland immer beliebter. Jeder zweite Bundesbürger hat sie schon mal ausprobiert. In vielen Allgemein- und vor allem in Kinderarztpraxen hat die sanfte Medizin des Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843) Einzug gehalten. Und obwohl bis heute der Wirkmechanismus, „Ähnliches mit Ähnlichem“ zu heilen, wissenschaftlich nicht endgültig erklärbar ist, ist die Homöopathie eine, von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannte Medizin.

Problem: Die Auswahl eines homöopathischen Einzelmittels ist für den Laien schwierig, Anwendungsgebiete werden generell nicht angegeben, da es nicht ein Mittel nur für eine Krankheit gibt.

selbsthilfe_homoeopathie2Hilfreich: Homöopathische Komplexmittel lösen dieses Problem, in dem sie mehrere homöopathische Urtinkturen kombinieren, die sich gegenseitig ergänzen und gleichzeitig gegen verschieden Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Heiserkeit, Husten helfen.

Studie. Eine Anwendungsstudie mit „Katimun“ an 64 Patienten in 14 Apotheken ergab vor kurzem: 11% der Patienten bemerkten eine Besserung bereits nach dem ersten Tag, fast die Hälfte zwischen dem zweiten und dritten Tag. Weitere 32 % nach dem dritten Tag.

 

Info Sinusitis

symptom_kopfdruck2Die Stirnhöhle beherbergt oberhalb der Augenbrauen zwei voneinander getrennte Kammern. Sie sind durch den mittleren Nasengang mit unserem Riechorgan verbunden. Gemeinsam mit den drei weiteren Nasennebenhöhlen Kiefer- und Keilbeinhöhle sowie den Siebbeinzellen bildet sie das Nasennebenhöhlensystem. Das ganze Labyrinth existiert symetrisch auf beiden Gesichtshälften und ist miteinander verbunden.

Symptome. Jahr für Jahr haben rund 20 Millionen Deutsche die Nase voll. Sie sind verschnupft, fühlen sich schlapp und lustlos. In vier von fünf Schnupfenfällen sind auch die Nasennebenhöhlen mitbetroffen. Typisches Erkennungszeichen: Kopfdruck, Schmerzen im Gesichtsbereich, der sich verschlimmert, wenn Sie sich vorbeugen.

Typisch „Eva“. Mittlerweile ist die Entzündung, die „Sinusitis“, eine neue Volkskrankheit: 12 bis 16 Millionen Fälle gibt es jedes Jahr. Frauen sind doppelt so oft betroffen. Hormonelle Schwankungen schwächen zusätzlich die Barrierefunktion, begünstigen außerdem die Chronifizierung!

Kurzcheck: Sind Sie anfällig für Sinusitis?

  1. Waren oder sind Sie häufiger erkältet?
  2. Leiden Sie unter einer Allergie zum Beispiel Heuschnupfen?
  3. Schnarchen Sie?
  4. Trinken Sie weniger als zwei
    Liter Flüssigkeit am Tag?
  5. Haben Sie Kopf- bzw. Geischtsschmerzenschmerzen, die
    beim Vorbeugen stärker werden?

AUSWERTUNG: Jeder siebte Deutsche hat mindestens einmal pro Jahr eine Sinusitis – und mit jeder Ja-Antwort steigt Ihr Risiko. Keine Panik: Ursache ist nur in zehn bis 20 Prozent der Fälle eine bakterielle Infektion, dann sollten Sie allerdings nicht selbst herumdoktern, sondern zum Arzt. Typische Hinweise: Symptomdauer über sieben Tage, einseitige Gesichtsschmerzen, einseitiger eitriger Ausfluss.

experte_andreaswolany2Therapie-Infos:

Therapiezentrum Naturheilpraxis Andreas Wolany, Gemarkenstraße 109, 45147 Essen, Tel.: 0201/277714, http://www.wolany-online.de

Kosten: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Naturheilverfahren beim Heilpraktiker nur in Ausnahmefällen. Die Erstuntersuchung liegt bei circa 65 Euro, die Therapien jeweils 35 bis 40 Euro. Die unverbindliche Preisempfehlung für Katimun-Tropfen in der Apotheke beträgt circa 8,15 Euro (20ml)

Hinweis: bei der vorgestellten Patienten-Reportage handelt es sich um einen Einzelfall. Der individuelle Behandlungsbericht erhebt nicht Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Bitte beachten Sie, dass meine Artikel in keinem Fall eine Beratung durch den Arzt oder Apotheker ersetzen. Dieser Blog dient allein der medizinjournalistischen Information.

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About André Berger

Geboren in Hamburg. 1986-1990 freier Reporter. 1991 Redakteur Heinrich Bauer Verlag. Seit 1992 freier Medizinreporter Meine Arzt- & Patienten-Reportagen (Text & Fotos) erscheinen regelmäßig in den großen, wöchentlichen Publikums- und Frauenzeitschriften des Burda-Verlags, der Funke-Gruppe und des Bauer Verlages