Mineralstaub und Reflexzonen-Behandlung beendeten meinen Dauerdurchfall

Selbsthilfe_WaermflascheEingesperrt. Die Kontrolle über die Verdauung entglitt Steffi Teske (Name geändert) vor gut vier Jahren. Mitten im Sommer. Tagelang verhinderten heftige Krämpfe, wässrige Durchfälle und quälende Schmerzen, dass die 30-jährige Verwaltungsangestellte ihre Wohnung im Essener Stadtteil Bredeney für wenige Meter verlassen konnte.

Hausmittel. „Erst nach einer halben Woche fühlte ich mich so stabil, dass ich mich zum Arzt traute. Aber auch er fand keine Ursache, tippte auf irgendeinen Darminfekt“, erinnert sich Steffi. „Mein Hausarzt empfahl mir Weizenkleie und Joghurt, riet mir von blähenden Speise ab. Außerdem sollte ich Fette meiden. Und ansonsten verordnete er mir Wärmflasche, krampflösende Tabletten und einfach ein bisschen Geduld – wenn’s so einfach gewesen wäre!“

Beschwerden_Bauchschmerzen2Chronisch Obwohl die junge Frau nun genau auf ihre Ernährung achtete, klangen die Beschwerden nie wieder komplett ab. Dinge, die sie in einem Monat gut vertrug, konnten im nächsten unangenehme Beschwerden hervorrufen, wie Völlegefühl, Bauchdruck und Schmerzen.

Unzufriedenheit „2016 spitzte sich meine Lage dermaßen zu, dass ich zu Hause auf der Erde herumkroch“, schildert sie den Tiefpunkt. „Vor Schmerzen konnte ich mich nicht mehr aufrichten. Mein Bauch war aufgebläht, hart wie Stein.“

Patientin_Reizdarmsyndrom7Suche Es begann der übliche Diagnose-Marathon. Erst musste Steffi Teske zum Gynäkologen. Anschließend zur Darmspiegelung. An der Diagnose änderte sich nichts: ihr Darm wies keine erkennbare Veränderung auf. Typisches „Zeichen“ des so genannten „Reizdarm-Syndroms“.

Belastung „Alltägliche Dinge wurden plötzlich zum Problem“, beschreibt die junge Frau die Veränderung in ihrem Leben. „Eine harmlose Fahrt im Auto wurde zum Drama, bloß weil ich in einen Stau geriet und kein Rastplatz mit einer Toilette in der Nähe war.“

Diagnostik_Stuhlflora4Recherche. Die ständigen Krankmeldungen führten auch beruflich zu Schwierigkeiten – dabei war Steffi immer eine Stütze der Abteilung gewesen. „Mit einer Wärmflasche auf dem Bauch recherchierte ich abends im Internet, stieß auf Heilpraktiker Andreas Wolany, der sich auf die moderne, rationale Naturheilkunde spezialisiert hat.“

Eva-Problem. „Frauen sind deutlich häufiger von wiederkehrenden Bauch-Beschwerden betroffen“, weiß Andreas Wolany. „Zur Störung der Darmflora und Pilzinfekten gesellt sich in den letzten Jahren zunehmend das Problem des Reizdarms – allesamt Diagnosen, für die es schulmedizinisch nur wenig Therapien gibt.“

Diagnostik_Stuhl2Diffus. Typisch für die drei fieberlosen Störungen der Verdauung ist der Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung, Bauchschmerzen und Blähungen. Um individuell die richtige Therapie zu finden, ist zunächst die Diagnostik wichtig. Dazu hat der Heilpraktiker einen speziellen Fragekatalog entwickelt. Außerdem unterstützt ihn ein spezieller Stuhltest (Kosten circa 30 Euro) bei der Festlegung der richtigen Therapie

Therapie_MineralstaubSoforthilfe. „Als Soforthilfe gegen den akuten Durchfall bekam ich ultrafeines Teknosalpulver“, erinnert sich die junge Frau. „In der ersten Woche nahm ich täglich fünf mal zwei, später fünf mal eine Kautablette mit der reinigenden Kieselsäure“

Hintergrund. Eine neue Studie an der Klinik Blankenstein (Hattingen) bestätigt Wolanys langjährige Erfahrung, dass das Mineralpulver Blähungen, Durchfall und Schmerzen deutlich vermindert kann. „Durch die spezielle Aufbereitung von Teknosal wird die Oberfläche des Siliciumdioxids extrem vergrößert. Deshalb können Giftstoffe im Darm aufgesaugt und gleichzeitig die Schleimhaut gepflegt werden,“ erläutert der Heilpraktiker

Therapie_Reizstrom4Reizstrom. Die Wärmflasche bei Bauchschmerzen ist seit über hundert Jahren bewährtes Hausmittel. Ganz ähnlich funktioniert die lokale Behandlung des Bauchs mit elektrischen Impulsen. „Die Dynamische Elektrische Neuronale Stimulation – kurz DENAS – ist ein neues Verfahren, bei dem bestimmte Reflexzonen wenige Minuten lang durch kurze Stromstöße stimuliert werden“, erläutert der Heilpraktiker. „Vorangiges Ziel dabei ist, das überreizte Nervensystem zu beruhigen.“

Kinesio_Taping2Kinesio-Tapes. Auch der dritte Behandlungsschritt zielt auf die Reflexzonen des überreizten Bauchs. Wolany: „Nicht nur Profifußballer sieht man immer öfter mit den bunten Pflasterstreifen an Oberschenkel, Knie, Rücken oder Wade. Kinesio Tapes sind längst Alltag in vielen alternativmedizinischen Praxen“

Linderung. Das Taping wurde in den Siebzigerjahren von dem japanischen Arzt und Chiropraktiker Dr. Kenzo Kase entwickelt. Er suchte nach einem Weg, Schmerzen auf natürliche Weise zu lindern. „Das auf die Haut aufgeklebte Tape massiert tieferliegende Gewebeschichten, beeinflusst Schmerzsensoren, stimuliert den Blut- und Lymphfluss – und hat so auch eine entzündungs- und schmerzlindernde Wirkung auf den Darm“, so der Heilpraktiker. „Die Tapes werden in der Praxis aufgeklebt und halten etwa eine gute Woche auf der Haut.“

Beratung_Ernaehrung5Symbioselenkung. Last but not least kümmert sich der Wolany außerdem um die Verbesserung der Darmflora. „Experten schätzen, dass über 100 Billionen Bakterien in dem Verdauungsorgan dafür sorgen, dass Nährstoffe über die Darmwand aufgenommen werden, Giftstoffe draußen vor bleiben“, veranschaulicht er. „Die Gabe von immunstärkenden Darmbakterien soll das Gleichgewicht wieder herstellen. Dazu werden speziell aufbereitete Bakterien eingenommen. Eine umfangreiche Ernährungsberatung kann den Effekt noch steigern.“

Therapie_Mineralstaub4Wirkung. Die Wirkung der individuellen Kombination der komplementär-medizinischen Therapien bei Steffi war erstaunlich. „Unter dem Teknosalpulver verschwand mein Durchfall innerhalb von zwei Tagen“, strahlt die junge Frau. „Danach wurden auch allgemeine Beschwerden wie Blähungen besser: Nach vier Wochen konnte ich die Behandlung erfolgreich abschließen. In meinem Blubber-Bauch war endlich Ruhe eingekehrt!“

Beschwerden_Kraempfe3Achtung Durchfall – Erste Hilfe

Von Durchfall spricht man, wenn mehr als dreimal am Tag breiiger oder wässriger Stuhl auftritt. Normalerweise versucht der Körper dadurch möglichst schnell eingedrungene Keime, Erreger und Giftstoffe auszuscheiden. Doch auch Darmerkrankungen, Medikamente, Lebensmittelallergie oder Stress können hinter den Symptomen stecken.

Therapie_Mineralstaub2Erste Hilfe. Wichtig ist die ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit. Bei leichten Durchfällen sollte die Ernährung auf leicht verdauliche Kost umgestellt werden. Ansonsten hilft der vorübergehende Verzicht auf feste Nahrung. Eine natürliche Möglichkeit, die Giftstoffe zu binden, ist Teknosal-Kieselsäurepulver (z.B. in Form von Kautabletten, Pulver oder Saft). Der Mineralstoff mit extrem großer Oberfläche wirkt gezielt im Darm, wird nicht vom Körper aufgenommen.

Zum Arzt. Leiden Kinder oder ältere Menschen an Durchfall, kann das schnell zum Notfall werden. Denn hier droht die Austrocknung des Körpers. Generell sollten Sie zum Arzt bei Blut im Stuhl, bei heftigen Schmerzen oder Krämpfen, wenn Sie nicht trinken können. Und wenn der Durchfall länger als zwei, drei Tage anhält.

 

Drei Fragen an Heilpraktiker Andreas Wolany (54)Diagnostik_Abtasten2

Gibt es eine spezielle Reizdarm-Diät? Ein gesunder Darm verträgt viel – auf Dauer können fettes Fastfood, süße Säfte, Alkohol, Milch-, Frucht- oder Industrie-Zucker die fast tennisplatzgroße Oberfläche des Darms aber belasten. Achten Sie deshalb auf eine leicht verdauliche, vollwertige Kost mit fettarmen, mild gewürzten, nichtblähenden, reifen Produkten. Also: Halbfett-Milch, kalt gepresste Öle, mageres Fleisch, Fisch, abgelagertes Brot, Vollkornnudeln und Kartoffeln. Achtung: Vorsicht bei säurereichen Früchten und blähenden Zwiebeln, Lauch, Hülsenfrüchten.

Beratung_Ernaehrung6Welche Heilpflanzen können mir helfen? Gerade bei Reizdarm und Pilzinfektionen hat sich die Stärkung des Immunsystems mit der „rationalen“ Phytotherapie bewährt. Dafür kommen traditionelle Heilpflanzen, wie Kümmel, zum Einsatz. Auch die Uzarawurzel beruhigt den Darm, zeigt gute Wirkung bei akuten Durchfällen.

Selbsthilfe_Entspannung3Was kann ich noch selber tun? Unser täglicher Stress schlägt uns gleich doppelt auf den Bauch. Zum einen kauen wir schlechter – und große Nahrungsbrocken sind schwerer verdaulich. Zum anderen wird unter Dauerstress das vegetative Nervensystem belastet. Dies steuert u.a. die Verdauung. Deshalb schlägt seelische Belastung direkt auf den Darm. Ein gutes Gegenmittel ist regelmäßige Entspannung – z.B. per Autogenem Training.

Experte_DiagnostikHintergrund Reizdarm

Eine aktuelle Umfrage zum Weltverdauungstag am 29. Mai brachte es an den Tag: Jeder Dritte hat ab und zu Probleme mit dem Bauch. Eines der häufigsten Beschwerdebilder: das so genannte „Reizdarmsyndrom“ (RDS). Gerade Frauen zwischen 20 und 40 leiden unter krampfartigen Bauchschmerzen, oft begleitet von Blähungen, Völlegefühl, Durchfall oder Verstopfung.

Das Problem: „Der Darm verfügt über ein eigenes ,Bauchgehirn‘, das sensibel auf unsere Seelenlage reagiert. Störungen quittiert die ,Biofabrik‘ schnell mit Schmerzen, Grummeln und Co“, weiß Heilpraktiker Andreas Wolany

Diagnostik_StuhlAuslöser: Neben Stress und falschen Essgewohnheiten gibt es noch weitere, körperliche Ursachen für das Leiden. Neue Untersuchungen wiesen – ähnlich wie bei Migräne – eine angeborene Störung des „Serotonin“-Stoffwechsels nach. Der körpereigene Botenstoff beeinflusst Darmbewegung und Schmerzempfinden. Dazu kommt, dass Pilzbefall und Störungen der Darmflora ähnliche Beschwerden verursachen, bzw. die Symptome verstärken können.

Experte_Reizstrom2Therapeutenkontakt:

Naturheilpraxis Andreas Wolany, Gemarkenstaße 109, 45147 Essen, www.wolany-online.de, Tel.: 0201/277714

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About André Berger

Geboren in Hamburg. 1986-1990 freier Reporter. 1991 Redakteur Heinrich Bauer Verlag. Seit 1992 freier Medizinreporter Meine Arzt- & Patienten-Reportagen (Text & Fotos) erscheinen regelmäßig in den großen, wöchentlichen Publikums- und Frauenzeitschriften des Burda-Verlags, der Funke-Gruppe und des Bauer Verlages