Neues Plasma-Spray erlöste mich von meiner chronischen Sinusitis

Patientin_ClaudiaSchultz3Verstopft. Als Claudia Schultz in die Sprechstunde von Dr. Sebastian Storb kommt, hat die 46jährige nicht bloß sinnbildlich die Nase voll. Seit über zehn Jahren leidet die Arbeitsvermittlerin aus Flensburg unter wiederkehrenden Entzündungen der Nasennebenhöhlen.

Tabletten. „Alles fing mit zwei, drei schweren Erkältungen an,“ erinnert sich die Mutter einer achtjährigen Tochter. „Mein Kopf glich einer Bowlingkugel. Wenn ich mich nach vorne vorbeugte, taten die Wangenknochen höllisch weh. Die ganze Nase war voll Sekret. Vom Hausarzt bekam ich ein Antibiotikum, mit dem es innerhalb weniger Tage zum Glück besser wurde.“

Selbshilfe_Nasendusche5Rückfall. Richtig gut wurde es von da an allerdings nie mehr. „Das nächste Mal traf mich die Entzündung auf einem Flug nach Florida“, erinnert sich Claudia Schultz. „Kaum in der Luft ging meine Nase zu, und  hinter den Augen baute sich ein quälender Druck auf. Die Schmerzen vermiesten uns den kompletten Urlaub – trotz aller Selbsthilfemaßnahmen wie Nasenspülungen. Besser wurde es erst, als ich – zurück daheim – wieder Antibiotika bekam.

Taktung. Die Abstände zwischen den einzelnen Entzündungen werden zunehmend kürzer. „Ich wurde immer anfälliger,“ berichtet sie. „Nur wenige Augenblicke im kalten Luftzug oder in verschwitzter Kleidung – schon lag ich mit meiner Stirnhöhle flach. Vor fünf Jahren ging es mir so schlecht, dass ich mich nicht um meine Tochter kümmern konnte. Tagelang vegetierte ich krank im Bett herum. Zum Glück konnte die Schwiegermutter einspringen. Doch mir wurde klar, dass es so nicht weitergeht.“

Problem_Kieferhoehlen2Operation. Claudia Schultz wendet sich an einen HNO-Arzt. Der rät zur Operation. 2013 wird die Nasenscheidewand begradigt und infektiöses Gewebe aus den Nebenhöhlen entfernt. „Drei Wochen blieb ich dafür krankgeschrieben, nahm monatelang Einschränkung beim Atmen und dem Riechen hin. Ein hoher Preis für ein halbes Jahr Beschwerdefreiheit. Als meine Tochter eingeschult wurde, war die Sinusitis zurück – und zwar schlimmer als zuvor. Es war zum Verrücktwerden.“

Alternative. In ihrer Verzweiflung wechselt Claudia Schultz den HNO-Arzt, nimmt jetzt abwechselnd Kortison-Spray zum Abschwellen der Nasenschleimhaut und Antibiotika gegen die Infekte. „Wirklich in den Griff bekam ich die Beschwerden nicht. Auch mein  neuer Arzt war nicht zufrieden. Sollte sich mittelfristig nichts ändern, müssten wir über eine Computertomographie und weitere, kleinere Eingriffe nachdenken, erklärte er mir. Ich hatte Angst – hätte mich dennoch fast in mein Schicksal ergeben.“

Arztgespraech_SinusitisGlück. Durch Zufall stößt sie dann bei Facebook auf den Bericht eines neuen Verfahrens, bei dem die Abflusskanäle der Nasennebenhöhlen sanft durch „Plasma Liquid“ geöffnet werden. „Da das neue Nasenspray nur knapp 23 Euro kostet, war es mir den Versuch wert“, erzählt die tapfere Frau. „Übers Internet machte ich mich auf die Suche nach einem Experten für das neue Verfahren – kam bei Jameda.de auf Dr. Sebastian Storb.“

Experte_PlasmaLiquidZentrum. Für den 44jährigen Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde nimmt das Thema „Sinusitis“ seit vielen Jahren einen wichtigen Platz in seiner Düsseldorfer Privatpraxis ein. „Meine Erfahrung ist, dass eine Operation generell letztes Mittel bleiben sollte. Der Grund: Bei einigen Patienten kommt es durch Verwachsungen zum Wiederverschluss der Nebenhöhlen, und es muss erneut operiert werden. Deshalb ist das Thema Sinusitis Domäne der konservativen HNO-Heilkunde und der medikamentösen Therapie der Auslöser.“

Diagnose_BlutDiagnose. Um der Ursache der chronisch-rezividierenden Beschwerden auf die Spur zu kommen, steht für Dr. Storb zunächst eine genaue Diagnose im Fokus. „In mindestens 20 Prozent der Fälle ist die chronische Sinusitus allergisch bedingt – z.B. mit Heuschnupfen oder anderen Allergien verbunden. In selteneren Fällen gibt es eine Pseudoallergie, wie die Schmerzmittel-Intoleranz, bei der die Nasenschleimhäute auf Salicylate (kommen z.B. auch in Lebensmittel wie Rosinen vor) reagiert. Durch die allergisch verdickte Nasenschleimhaut wird der Abfluss aus den Nebenhöhlen behindert. Darüber hinaus kann es zu Polypenbildung in Nasen und Nebenhöhlen kommen. Hier reicht es oft, die Allergie erfolgreich z.B. per Hyposensibilisierung zu behandeln, um die Sinusitis zu heilen.“

Diagnostik_Nasenendoskopie4Befund. Bei Claudia Schultz können die Ärzte keine Allergie feststellen. Bei ihr hat sich – wie in rund zwei Drittel der Fälle – auf den viralen Infekt eine bakterielle Super-Infektion festgesetzt – trotz Antibiotika!

Restistent. „Wir Ärzte sprechen in einem solchen Fall von so genannten antibiotikaresistenten Keimen. Die Bakterien lassen sich nicht mehr durch Antibiotika abtöten und bilden zusätzlich Mikrofilme aus, die diese Präparate nicht mehr durchdringen können“, so Dr. Storb.

Arztgespraech_PlasmaLiquid4Hilfe. Doch auch für solche Fälle kann der Arzt Hilfe anbieten: ein neues Nasenspray auf „Plasmaliquid“-Basis. „Das Medizinprodukt aus Wasser und Mineralsalzen hat eine stark desinfizierende Wirkung gegen alle relevanten Keime, Bakterien, Viren, Mykosen und Sporen – ohne selbst als Medikament zu wirken. Hilfe zur Selbsthilfe quasi“, erklärt der HNO-Arzt seiner Patientin. „Die Anwendung ist ganz leicht: einfach wie ein Nasenspray dreimal am Tag in jedes Nasenloch einsprühen.“

Skepsis. Nach den vielen Jahren klingt das für Claudia Schultz zu schön, um wahr zu sein. „Ich war anfangs natürlich ziemlich skeptisch. Andererseits – was hatte ich zu verlieren? Also probierte ich das Plasma-Spray aus. Das Einzige, was ich bei der Anwendung wahrnahm, war ein leichter Geruch nach Schwimmbad, also nach Chlor und einen leichten Niesreiz.“

Erfolg_FreieNase4Erfolg. Bereits nach wenigen Tagen spürt sie eine deutliche Verbesserung. „Ich konnte viel besser durch die Nase atmen und auch viel besser abschnauben. Nach einer Woche war die Nase seit Jahren erstmals wieder richtig frei und der Druck hinter Stirn und Wange weg – das war im Oktober 2017. Und seitdem, ich mag es selber kaum glauben, bin ich beschwerdefrei. Nicht nur das Thema OP ist vom Tisch. Auch der ständige Wechsel zwischen Antibiotika und Kortison. Es ist ein richtiges, kleines Wunder: endlich gesund nach zehn Jahren!“

 

Diagnostik_StirnhoehlenCT2 KopieHintergrund „Sinusitis“

Gerade wieder schnupft, schneuzt und schnieft es hierzulande an jeder Ecke: einerseits, weil Erkältungsviren noch leichtes Spiel mit dem vom Winter geschwächten Immunsystem haben und andererseits, weil der beginnende Pollenflug viele Nasen der zwölf Millionen „Heuschnupfer“ verstopft.

Komplikation. „Egal ob erkältungs-, allergie- oder umweltbedingt – leider trifft fast jeder Schnupfen auch das Nasennebenhöhlensystem,“ erklärt aktuell Dr. Sebastian Storb. „In Folge können Erreger eine chronische Entzündung auslösen. Zwei- bis dreimal pro Jahr für zwei bis drei Wochen ist das gerade noch in Ordnung. Doch bei etwa acht Millionen Deutschen kommt es zur gefährlichen, bakteriellen Zusatzinfektion – der Sinusitis!“

 

Experte_DrSebastianStorbFünf Fragen an Dr. Sebastian Storb (44) Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde in Düsseldorf

Woran erkenne ich die „behandlungsbedürftige“ Sinusitis? Wenn eine akut verstopfte Nase länger als zwei Wochen mit leichten Kopf- bzw. Gesichtsschmerzen, Druckgefühl und Schwellung einhergeht, sollten Sie zum Arzt gehen. Gleiches gilt, wenn die Erkrankung ungewöhnlich heftig ist und sich starke Beschwerden einstellen. In diesem Fall ist es erforderlich, sofort einen Arzt aufzusuchen!

Symptom_Kopfdruck6 KopieKönnen Sie diese Alarmzeichen genauer erklären? Wenn sich der klare Nasenschleim gelb-grünlich verfärbt, deutet das auf eine eitrige Sinusitis hin. In sehr seltenen Fällen kann unbehandelt das aggressive. bakterielle Entzündungssekret sogar den Knochen zersetzen und umliegendes Gewebe (z.B. Gehirn, Auge und Ohr) nachhaltig schädigen.

Was ist dann typisch „Chronisch“? Die chronische Sinusitis ist schwieriger zu erkennen. Denn hier sind die Leitsymptome Druckgefühl und Schmerz weniger ausgeprägt. Stattdessen leiden die Betroffenen unter Müdigkeit und Abgeschlagenheit und berichten über Schleim, der dauerhaft hinten in den Rachen fließt.

Experte_PlasmaLiquidWie wird die chronische Sinusitis behandelt? Das richtet sich danach, was die Ursache der Erkrankung ist. Bei einer allergischen Erkrankung steht die Hyposensibilisierung und Symptombehandlung im Vordergrund. Es können schleimhaut-pflegende Nasentropfen, Kortison-Nasenspray und Allergietabletten helfen. Handelt es sich um einen behandlungsbedürftigen, bakteriellen Infekt, sollte gezielt mit Antibiotika und abschwellenden Nasentropfen behandelt werden.

Was gibt es Neues? Insbesondere das innovative Plasma Liquid Nasensprüh-Gel stellt eine hervorragende Alternative zum Antibiotikum dar – gerade zur Desinfektion der Schleimhaut. Im Einzelfall kann auch eine Behandlung im Wechsel mit Kortison-Nasenspray erforderlich werden.

 

Hintergrund Plasma Liquid

Nasenspruehgel_PlasmaLiquid2Das zertifizierte Medizinprodukt auf Basis von Wasser und Mineralsalzen führt zu 99,9 prozentiger Keimreduktion aller relevanter Erreger, einschließlich MRSA. Ab März 2018 steht das physikalische Kaltplasma als Nasensprüh-Gel z.B. bei Sinusitis in jeder Apotheke zur Verfügung. Haupteinsatzgebiete sind Erkrankungen der Nase und ihrer Nebenhöhlen, sowie Pollenallergien. Denn auch bei Heuschnupfen kann Plasma Liquid Linderung schaffen. Demnächst werden außerdem eine Mundspüllösung und ein Ohrentropfen-Gel angeboten. Derzeit läuft eine große Studie am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf. Dabei wird das Plasma Liquid mit dem Kortisonspray (Goldstandard) bei Sinusitis verglichen.

 

Sinusitis: Was können Sie selber tun?

Erfolg_Naseputzen KopieBei vier von fünf Schnupfenfällen sind auch die Nasennebenhöhlen mitbetroffen. Typisches Erkennungszeichen: Kopfdruck, Schmerzen im Gesichtsbereich, der sich verschlimmert, wenn Sie den Kopf vorbeugen.

Ernährung: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung, wozu auch regelmäßig Obst gehört, stabilisiert die Schleimhaut. Auch Zink (z.B. in Naturreis) stärkt die Barrierefunktion. Patienten sollten häufiger und mehr Flüssigkeit zu sich nehmen: Das fördert den Sekret-Abfluss.

Selbshilfe_Trinken KopieKneippen: Hilfreich haben sich ebenfalls Wechselgüsse nach Kneipp erwiesen. Dazu einfach den Brausekopf vom Duschschlauch abdrehen und anschließend abwechselnd kaltes und warmes Wasser von der linken Wange langsam über die Stirn zur rechten Wange führen. Immer mit dem kühlen Guss aufhören. Extratipp: Einen positiven Effekt auf die Schleimhäute der Atemwege hat zudem regelmäßiges Saunieren.

 

Grafik_Nebenhoehlen2 KopieHöhlen-Funktion

Die Stirnhöhle beherbergt oberhalb der Augenbrauen zwei voneinander getrennte Kammern. Sie sind durch den mittleren Nasengang mit unserem Riechorgan verbunden. Gemeinsam mit den drei weiteren Nasennebenhöhlen Kiefer- und Keilbeinhöhle sowie den Siebbeinzellen bildet sie das Nasennebenhöhlensystem. Das ganze Labyrinth existiert symetrisch auf beiden Gesichtshälften und ist miteinander verbunden. Es hat die Aufgabe, die Atemluft zirkulieren zu lassen und Krankheitskeime abzufangen. Gleichzeitig ist die Stirnhöhle ein Resonanzraum für Sprachlaute.

 

Kurzcheck – Wie empfindlich sind meine Nasennebenhöhlen?

  1. Waren oder sind Sie erkältet?
  2. Leiden Sie unter einer Allergie,
    zum Beispiel Heuschnupfen?
  3. Schnarchen Sie?
  4. Trinken Sie weniger als zwei
    Liter Flüssigkeit am Tag?
  5. Sind Sie wenger als drei mal pro Woche eine halbe Stunde an der frischen Luft?

 

AUSWERTUNG: Acht Millionen Deutsche leiden regelmäßig an einer Sinusitis – und mit jeder Ja-Antwort steigt Ihr Risiko. Typische Hinweise: Symptomdauer über sieben Tage, einseitige Gesichtsschmerzen, einseitiger eitriger Ausfluss.

 

Mehr Infos: Adressen und Tipps

Das neue Plasma Liquid Nasensprüh-Gel ist noch nicht in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen worden. Das Sprüh-Gel gibt es ab März 2018 in jeder Apotheke in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Kosten liegen pro 20ml bei 22,90 Euro. (Mehr Infos: www.plasma-liquid.de)

Symbol_Alternativmedizin KopieArztkontakt: Privatpraxis Dr. Sebastian Storb, Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Xantener Straße 10, 40474 Düsseldorf, Internet: www.dr.storb.net, Tel.: 0211-3107801

Wichtig: bei der vorgestellten Patienten-Reportage handelt es sich um einen Einzelfall. Der individuelle Behandlungsbericht erhebt nicht Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Bitte beachten Sie, dass meine Artikel in keinem Fall eine Beratung durch den Arzt oder Apotheker ersetzen. Dieser Blog dient allein der medizinjournalistischen Information.

2 thoughts on “Neues Plasma-Spray erlöste mich von meiner chronischen Sinusitis

  1. Alles was über dieses angeblich so immovative „Wundermittel“ veröffentlicht wurde, erscheint sehr vage und durch valide Daten aus ernst zu nehmenden Studien keineswegs belegt zu sein. Mehr ein Marketing-Erfolg, als ein medizinischer.

    1. Sehr geehrter Herr Wulff,

      Ihre Skepsis kann ich nachvollziehen. Ihre Konklusion nicht.
      Studien sind generell ein wichtiger Antriebsmotor für den Fortschritt in der Medizin. Andererseits ignorieren Studien die große Komplexität und biologische Diversität des Menschen. Aufgrund mangelnder Aussagekraft von Studien setzt zum Beispiel die moderne Onkologie auf das so genannte Wasserfalldiagramm, durch das die Überlebenszeit jedes einzelnen Patienten dargestellt wird.
      Über Sinn und Unsinn, Nutzen und Grenzen von Evidenz-basierter Medizin lässt sich also zumindest diskutieren. Das ist allerdings nicht meine Aufgabe. Ich bin Medizinreporter, nicht Wissenschaftler.
      Mein Ansatz ist, dass es völlig ausreichend ist, wenn es einen Patient gibt, der von einer Therapie profitiert hat und der bereit ist, darüber zu berichten. Das mache ich seit über 25 Jahren.
      In diesem Fall hat mir Frau Schulz ihre Geschichte berichtet. Dazu hat ein Arzt mir von seinen Erfahrungen berichtet.
      Weitere Stellungnahmen finden Sie hier:
      https://youtu.be/ZRJm_AnoqgY
      https://www.springermedizin.de/bedeutung-von-wundspuelloesungen-und-fluessigkeiten-mit-antisept/12463932
      http://www.diasence.dk/upload_dir/shop/Wound-antiseptics-Consensus-paper-2017.pdf
      Meine Veröffentlichungen sind keine Therapie-Empfehlungen. Sondern Information für interessierte Leser. Ob Sie sich durch die Therapie angesprochen fühlen, ist ihre Entscheidung. Und sollte generell mit dem Arzt und/oder Apotheker des Vertrauens besprochen werden.

      Herzliche Grüße

      André Berger

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About André Berger

Geboren in Hamburg. 1986-1990 freier Reporter. 1991 Redakteur Heinrich Bauer Verlag. Seit 1992 freier Medizinreporter Meine Arzt- & Patienten-Reportagen (Text & Fotos) erscheinen regelmäßig in den großen, wöchentlichen Publikums- und Frauenzeitschriften des Burda-Verlags, der Funke-Gruppe und des Bauer Verlages